Mogli "Unser Findelkind" Wie er zu uns kam........ Eine Freundin meiner Mutter war am Freitag mit ihren Nagern bei Ihrem Tierarzt. Im Behandlungszimmer steht ihr ziemlich wütender Tierarzt gegenüber und erzählt ihr das vor ihr ein "Züchter" da war und ein Katzenkind gebracht hat um es einschläfern zu lassen. Da fragt die Freundin meiner Mutter warum das Tier denn eingeschläfert werden soll und ob es krank ist. Die Antwort darauf ist "nein der Kleine ist eigentlich ganz gesund, ihm fehlt nur ein Auge" Und das soll Grund genug sein das Katzenkind einzuschäfen?????? Nein das kann man doch nicht zu lassen, oder???? Zum Glück sieht das der Tierarzt genauso - nur wohin mit dem "Findelkind". Da kommt die Freundin meiner Mutter auf die Idee, daß ich ja gerade einen Wurf habe und beschließt mir das "Kuckuckskind" unterzuschieben. So kommt's das sie einige Zeit später mit dem Unglückswurm im Karton bei uns vor der Türe steht. Sie drückt mir den Karton in die Hand und sagt "Du hilfst ihm doch, biiiitttttttte" und ein Blick zum Steine erweichen. Und ich lass mir erst einmal die Geschicht erzählen - durch die ich am Anfang nicht ganz durch steige - der "Karton" miau,mauz und raschelt dabei die ganz Zeit. Nun versuche ich im Telefonat mit dem Tierarzt zu klären was da eigentlich genau passiert ist. Er kann mir nicht alle meine Fragen beantworten da er sich an die ärztlich Schweigepflicht gebunden fühlt und befürchtet das der "Auftraggeber" ihn belangen wird. Was er mir sagen kann ist das es sich um einen "Züchter" einer Halblanghaarrasse handelt der seine Tiere "gut" hält und regelmässig bei ihm vorstellt. Ansteckende Krankheiten kann er ausschließen und auch der Kleine ist nach seiner Ansicht gesund. Mehr ist nicht aus ihm heraus zu bekommen. Er bittet mich ihn aus der Angelegenheit heraus zu halten und mich gut um den Welpen zu kümmern. Nun ist also an mir, ob aus dem Ünglücksraben ein Glückskind wird. Ich bin mit ihm erst einmal zu unserem Tierarzt gefahren, der hat ihn gründlich untersucht und nichts gefunden. Ein nettes schmusiges und überaus freunliches Katerchen in black tabby. Er schätz das Alter auf 4 -5 Wochen. Aber was weiter????? Unser Tierarzt meint am besten wäre es wenn er zusammen mit "Gleichaltrigen" groß wird, denn er müsse mit seine "Behinderung" leben lernen und das würde leicht gehen wenn er andere habe wo er es abkucken könne. Aber was wenn meine Bande ihm nicht akzeptiert??? Soll ich es wagen???? Der Kleine liegt in meinem Arm blinzelt mich an und schnurrt als wüsste er ganz genau das es nur eine Chance gibt mich weich zu klopfen. Ich doch gar nicht anders - wer könnte das schon???? Und nehme ihn mit nach Hause. Auf dem Weg nach Hause überlege ich zusammen mit der Freundin meiner Mutter welchen Namen unser Findelkind bekommen soll ..... schnell stehen Mogli - das Findelkind aus dem Dschungelbuch oder Käpt'n Huck zur Wahl. Er bekommt den Namen Mogli. Zu Hause angekommen bringe ich Mogli erst einmal ins Büro - und Türe zu. Ich habe Angst was der Rest dazu sagt und möchte die Katzen erst einmal einzeln zu Mogli lassen. Als erstes darf unsere Arielle zu Mogli, das war vielleicht die glücklichste Entscheidung überhaupt. Sie sieht ihn und fängt sofort an ihm zu putzen. Zwar versucht er zu nuckeln aber Arielle hat keine Milch. Also lasse ich Catwoman, die Mama von unserem F-Wurf, zu ihm. Auch sie nimmt ihm sofort an und schnappt sich ihn und bringt ihn zu den anderen. Einzig unser Dagobert war erst ein wenig irritiert. Aber nicht lange. Nun hat er eine Familie die gut zu ihm ist und "Geschwister" von denen er viel lernen kann. Es scheint das er mit seinem "Makel" sehr gut zurecht kommt. Er ist ein quicklebendiger, sehr interessierter und neugieriger kleiner Kater. Und ein Riesenschleimer ;-)) Er schmust und schnurr mit uns 2beinern, vielleicht um sich für seine 2te Chance zu bedanken????? Ich kann absolut nicht verstehen was einen Menschen dazu bewegt ein so hilfloses Geschöpf sinnlos zu töten, was hat der kleine Mann getan das er bei so fiesen Menschen geboren wurde? Nur weil er nicht perfekt ist sollte er sterben - aber wer ist schon perfekt???? Ich kann und will mir gar nicht überlegen was für "Menschen" das sein können die so "Gott" spielen. Vielleicht könnte er in der freien Wildbahn nicht überleben - aber das muss er doch auch nicht. Um meine Wut und Enttäuschung auf Papier zu bringen gibt es nicht die richtigen Worte. Zum Glück sind nicht alle Züchter so. Mogli hat schon viele Emails und Anrufe von gewissenhaften Züchtern erhalten, die uns helfen und unterstützen wollen. Hier schon mal ein dickes Dankeschön an alle. Mogli ist inzwischen schon einige Tage bei uns und entwickelt sich prächtig. Er kommt mit einem Auge genauso gut klar wie unsere mit zwei. Viele Dinge hat er sich von unseren 3 abgesehen, bei anderen macht er ihnen etwas vor. Immerzu hat er Hunger ;-)) Und wiegt jetzt mit geschätzen 5 Wochen 780 gramm. Hier ist Mogli eine Woche älter und gleich 120 Gramm schwerer. Er hat sich unserer kleinen Katzenfamilie perfekt angeschlossen. Seine anfängliche Scheu Alexa gegenüber hat er sehr schnell verloren. Wir freuen uns über die vielen Emails, Anrufe und Gästebucheinträge, die wir für Mogli erhalten haben. Das zeigt uns das zum Glück nicht alle Menschen so fies sind wie Mogli eigentliche Eltern. Und nochmal eine Woche später, also mit geschätzen 7 Wochen, wir freuen uns über seine Entwicklung. Inzwischen wiegt er schon 1000 gramm. Mogli ist ein kleiner Sonnenschein, immer zu gut gelaunt und freundlich zu jedermann. Am besten versteht er sich mit unserem Felix. Die beiden kuscheln und schlafen zusammen - wo einer ist, ist der andere nicht weit. Diese Anhänglichkeit ist nicht verborgen geblieben und so freuen wir sehr das Mogli zusammen mit Felix nach Koblenz gehen darf. Hier noch mal eine Woche später,die erste Impfung hat de "kleine" Mann gut verkraftet. Unsere Tierärzte sind ganz begeistert von ihm. Seine erste Fliege hat er auch schon gefangen - fast so als wolle er uns zeigen das es ihm bestens geht. Diese Aufnahme vom 04.Oktober zeigt unseren Mogli "Hundemüde" Inzwischen ist der Große 1650 Gramm schwer Inzwischen bin ich schon ein großer Kerl, bringe doch schon 1800 Gramm auf die Waage. Mogli mit geschätzen 12 Wochen 2,1 Kilo schwer. Absolut die Wucht in Dosen ;-) Seine Kastration hat er gut überstanden, all unsere Bedenken waren umsonst. Unser Findelkind Mogli entwickelt sich prächtig. Zusammen mit Felix entdeckt er in der Nähe von Koblenz seine Welt. Die beiden vertragen sich prächtig. Wir sind super glücklich das sich sein "Schicksal"so zum Guten gewendet hat.